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Francis Bott

Frankfurt am Main 1904 - Paris 1998


Der Künstler Francis Bott wird am 8. März 1904 in Frankfurt am Main geboren. Aufgewachsen in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Belgien und Holland, widmet er sich in den 30er Jahren der Kunst. Vorausgegangen war ein Wanderleben als politischer Vagabund, das Francis Bott unter anderem nach Berlin, in die USA und Mexiko und schließlich nach Wien führt. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich durch Gesang, als Mime sowie mit kleinen künstlerischen Aufträgen.
Francis Bott geht 1933 als Sympathisant der KPD nach Prag. Später ab dem Jahr 1937 lebt Bott nach kurzer Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg in Paris und gehört 1940 dem antifaschistischen Widerstand in Südfrankreich an. Frankreich bleibt nach 1945 seine Wahlheimat.
Der Künstler hat bis kurz vor seinem Tode auf dem Montparnasse sein Atelier, obwohl er ab dem Jahr 1970 vorwiegend im Tessin lebt und arbeitet. Ab dem Sommer 1962 lehrt der Künstler Bott für die Dauer von drei Semestern als Gastdozent an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Seit den 60er Jahren werden die Werke Francis Botts in vielen Galerieausstellungen europaweit gezeigt.
Francis Bott verstirbt am 7. November 1998 in Lugano. Sein künstlerisches Werk besitzt zwei Pole:
die surreale und phantastische Gegenständlichkeit und die tachistisch, geometrische Abstraktion.
Im Jahr 1937 begegnet der Künstler dem Surrealismus, Francis Picabia wird ihm ein enger Freund und Mentor. Francis Bott wendet sich 1948 der Abstraktion zu, die für ihn Möglichkeit zur Visualisierung seiner absoluten Freiheits- und Unabhängigkeitsgedanken ist. Kennzeichnend für seine Vorgehensweise im künstlerischen Schaffen ist die Erforschung formaler und koloristischer Möglichkeiten in Versuchsreihen.
Im Zentrum seines Werkes stehen Gemälde einschließlich der Glasmalerei, Francis Bott hat jedoch auch Handzeichnungen, Aquarelle, Gouachen, Plastiken und Objekte geschaffen sowie sich als Bühnenbildner verwirklicht.


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